Praxis für Physiotherapie für Hunde und Pferde
- Es ist nicht die Behandlung, sondern die Hand die sie durchführt -

Spondylose

Definition

Quelle: https://www.bellos-gesundheit.de/spondylose-beim-hund.html

Die Spondylose - auch Spondylosis deformans genannt - ist eine degenerative Erkrankung des Skeletts. Sie gleicht in vielem dem Morbus Bechterew beim Menschen. Spondylose zeichnet sich dadurch aus, dass es im Wirbelsäulenbereich des Hundes zu Versteifungen und Verknöcherungen kommt. Der gallertartige Kern der Bandscheiben schrumpft, weil er Wasser verliert. Dies führt zu einer gewissen Instabilität des gesamten Skelettsystems insbesondere im Brust- und Lendenwirbelbereich. Die daraus folgenden Versteifungen und Verknöcherungen, die in ganze Umbauten der Wirbelsäule einmünden können, sind prinzipiell Reparaturmaßnahmen des Organismus. Dieser versucht, die Stabilität des Skelettes zu halten. Steife, knöcherne Neubildungen - man spricht von Spondylophyten - bilden teilweise ganz neue Verbindungsstücke zwischen Wirbelkörpern aus. Diese zwingen das Skelett unter Umständen in Verkrümmungen und unnatürliche Haltungen. Durch die Neubildungen werden auch Gelenke aufgerieben, so dass Gelenkverschleiß in Form der Arthrose häufig in Kombination mit der Spondylose auftritt. Es treten bis zur kompletten Versteifung der Wirbelkörper auch Bandscheibenvorfälle und Lähmungserscheinungen durch Beeinträchtigungen von Nervensträngen auf.

Ursachen

Einige große und schwere Rassen, besonders Molosser und Boxer, neigen genetisch aufgrund einer Schwäche des Stützbindegewebes zur Ausbildung von Spondylose. In diesem Fall erkranken oftmals schon junge Tiere schwer und zeigen merkbare Symptome. 

Weiterhin ist die Spondylose eine typische Verschleißkrankheit, die häufig ältere Tiere nach einem bewegten und physisch fordernden Hundeleben aufweisen. Die Erkrankung ist auch die häufigste Erkrankung von Dienst- und Einsatzhunden. Sie trifft in diesem Fall selbst jüngere Tiere, die bis zur Überforderung körperlich gefordert worden sind. Betroffen ist oft der hyperaktive Hundetyp, der keine Minute still sitzt und einen besonders ausgeprägten Bewegungsdrang sowie Spieltrieb aufweist.
Symptome
Anfangs kann eine gewisse Bewegungsunlust beim Tier beobachtet werden. Hunde mögen nicht mehr wie gewohnt ins Auto springen, Treppen steigen oder auf die Couch hüpfen. Sie bewegen sich merklich langsamer, verhaltener und steifer. Treten Lahmheiten und erkennbare Funktionseinschränkungen einzelner Teile des Bewegungsapparates auf, ist die Spondylose meist bereits weiter fortgeschritten. Dies kann sich etwa darin äußern, dass Rüden ihr Bein beim Absatz von Urin nicht mehr heben. Auch kommt es bei beiden Geschlechtern im weiteren Verlauf oftmals zu Problemen beim Kotabsatz, weil das Tier Schmerzen dabei hat, den Rücken zu krümmen. Betroffene Tiere können Schmerzenslaute bei plötzlichen Bewegungen ausstoßen.

 

Physiotherapeutische Behandlung

Folgende Physiotherapeutische Maßnahmen können angewendet werden:

·        Massagen
·        aktive & passive Gelenkmobilisation
·        Isometrische Übungen
·        Magnetfeldtherapie
·        Thermotherapie
·        Lichttherapie
·        Lastertherapie
·        Elektrotherapie

Alternative Tiermedizin

·        Blutegel
·        Mykotherapie
·        Homöopathie
·        Gewichtsreduktion