Praxis für Physiotherapie für Hunde und Pferde
- Es ist nicht die Behandlung, sondern die Hand die sie durchführt -

Patellaluxation

Die Patellaluxation betrifft die Kniescheibe (Patella) des Hundes. Diese ist bei erkrankten Hunden entweder nach innen (medial) oder nach außen (lateral) aus ihrer Rinne am Oberschenkel verlagert/luxiert. Die Verlagerung nach innen tritt meist bei kleinen Rassen in Erscheinung, die Verlagerung nach außen dagegen fast nur bei großen Rassen auf und ist seltener. Die Patellaluxation ist also eher typisch für kleinere Hunderassen und kann angeboren, im Wachstum erworben oder durch eine Verletzung entstanden sein. Meist geht sie mit einer Fehlstellung der Gliedmaßen einher. Die Verlagerung kann vorübergehend oder dauerhaft sein.

Diagnose
Man unterscheidet verschiedene Grade der Patellaluxation:

·        Grad I

Die Kniescheibe lässt sich verlagern/luxieren, weist aber keine weiteren Symptome auf.

·        Grad II

Die Kniescheibe verschiebt sich spontan und bleibt verschoben, bis sie zurückgelagert wird oder der Hund das Kniegelenk streckt.

·        Grad III

Die Kniescheibe bleibt verlagert, was sich zwar beheben lässt, jedoch kehrt die Kniescheibe gleich wieder in die Verlagerung zurück. Der Hund weist eventuell einen Haltungsfehler auf oder zeigt ein Humpeln, Hüpfen oder Lahmheit. Dies kann sich bis zu einem ausschließlichen Laufen auf drei Beinen steigern.

·        Grad IV

Die Kniescheibe ist stets verlagert, wodurch der Hund das Kniegelenk nicht mehr durchstrecken und dadurch nur mit eingeknicktem Bein laufen kann. Es kann eine starke Fehlhaltung der Beine vorliegen, bis hin zum ständigen Hochhalten des betroffenen Beines. 

 Quelle: https://www.tierwiki.com/hunde/gesundheit/patellaluxation/
 

Schulmedizinische Behandlung

Die besten Therapien sind diejenigen, welche die richtige relative Position von Patella und Oberschenkel operativ wieder herstellen. Das bedeutet, dass der Ansatz des geraden Kniescheibenbandes mit einem Stück Unterschenkelknochen gelöst und entweder nach außen oder nach innen versetzt wird, so dass die Patella wieder korrekt über der Rinne im Oberschenkel sitzt. Das abgesägte Stück des Unterschenkels wird mit einer sogenannten Zuggurtung (zwei Metallstifte, Draht) stabil befestigt.
Zudem wird die Führungsrinne der Patella am Oberschenkel, mittels einer Keil- oder Blocktechnik vertieft. Die Patella kann somit weniger einfach aus der Rinne springen. Mittels Weichteilzügelungen werden die Knochenschnitte gesichert.
Die Prognose ist sehr gut. Manchmal müssen wandernde Nägel später noch gezogen werden.
 

Physiotherapeutische Behandlung

Folgende Physiotherapeutische Maßnahmen können angewendet werden:

·        Massagen
·        aktive & passive Gelenkmobilisation
·        Isometrische Übungen
·        Magnetfeldtherapie
·        Thermotherapie
·        Lichttherapie
·        Lastertherapie
·        Elektrotherapie

Alternative Tiermedizin

·        Blutegel
·        Mykotherapie
·        Homöopathie
·        Gewichtsreduktion